Kleidung
Helm

Schuberth S1 Pro
Ich habe seit meiner Kindheit leider die ärgerliche körperliche Behinderung “Kurzsichtigkeit”. Das ist im Alltag als Bürohengst erstmal nicht so riesig tragisch, denn dort stört eine Brille nicht allzu sehr, auf dem Motorrad kann es einen aber manchmal wirklich ärgern. Es gibt Helme, da passen einfach keine Brillen drunter, zuviel Platz ist auch nix, denn dann vibriert die Brille mit, was den Träger gänzlich erblinden läßt und das schönste beschlagfreie Visier nützt einem nichts, wenn ständig die Sehhilfe beschlägt. Der Helm muß, auch mir Brille, passen, braucht eine funktionierende Belüftung, darf nicht zu schwer sein und, noch wichtiger, auch nicht zu laut. Das alles findet man aber immernoch in vielen Helmen, ich hatte zB. früher einen Arai RX-7. Der war auch ziemlich klasse. Das Killerfeature war aber jetzt eine einklappbare Sonnenblende. Die genialste Erfindung seit dem Integralhelm. Es wurde bei mir also ein Schuberth S1 Pro. Leider sehr teuer, aber einfach das beste was ich finden konnte. Aber einen Helm kann man auch nur schwer empfehlen.. der muß einfach passen.
Anzug

Vanucci All Terrain
Leder- und Textil-Anzüge habe ich ein paar mehr und bis auf den letzten sind die inzwischen so alt, daß ich erstens nicht mehr weiß, wie die heißen und ich zweitens auch nicht mehr verlinken kann. Ich finde man braucht für unterschiedliche Einsatzzwecke auch unterschiedliche Anzüge. Zum “Racen” ;-) habe ich eine zweiteilige Lederkombi von Dainese plus “Schildkröte” (Rückenpanzer). Alternativ kombiniere ich zum Cruisen bei sehr warmen Wetter die Lederjacke auch mit einer Leder-”Jeans”. Für den Spätherbst bis frühen Frühling habe ich eine sehr dicke Textilkombi mit Lederbesatz von Hein Gericke. Die ist auch bei Minusgraden noch warm und wurde von mir auch ein bis zwei Nummern zu groß gekauft, damit da ordentlich was drunter passt. Sieht von außen betrachtet warscheinlich albern aus (Michelin-Männchen), aber ich friere im Winter nicht und das ist die Hauptsache. Für die restlichen Tage, also fast die gesamte Saison hindurch, habe ich jetzt relativ neu den Vanucci All Terrain Textil-Anzug von Louis erstanden. Der hat eine getrennte und sogar funktionierende Sympatex-Membran, ein getrenntes Wärmefutter und funktionierende Belüftung. Alles in allem ganz sicher nicht der Brüller, aber es funktioniert. Warum ich einen mittelmäßigen Anzug kaufe? Weil er geschenkt war.. fast zumindest. Für so einen einen Anzug komplett mit Hose keine 300 Euro zu bezahlen finde ich schon sehr günstig. Wenn er dann nur 2-3 Jahre hält ist das auch nicht so schlimm.
Handschuhe
Held Akira
Früher hatte ich mal sauteure Handschuhe von Dainese, die mir zwar riesig gepasst haben, aber nach eineinhalb Saisons völlig kaputt waren. Seid dem trage ich Held. Derzeit den Held 2114 (Akira) und ich bin wirklich sehr zufrieden. Super Paßform und 1a Qualität zu einem nachvollziehbaren Preis. Da gibt´s nichts zu meckern. Ich habe auch noch diverse Texilhandschuhe ausprobiert, teils liegen die sogar noch im Schrank, aber alles in allem passen die meist garnicht und richtig Wasserdicht kann man Handschuche scheinbar eh nicht machen. Speziell wenn die Handschuhe für den Winter gemacht sind werden die so dick, daß sie einem beim Fahren die Blutzufuhr zu den Fingern einklemmen, was auf Dauer richtig ecklig ist. Dann lieber dünnes Leder und funktionierende Griffheizung. Find ich.
Stiefel
Bis vor drei Jahren etwa habe ich meine gesamte Motorrad-Karriere immer die selben Stiefel getragen. Ich glaube bei Polo habe ich vor sehr langer Zeit, mein Paar Thermoboy Stiefel gekauft, die mir fast in jedem Detail super gefallen haben. Sie waren sehr hoch, hatten einen guten Schienbeinschutz waren auch bis zuletzt 100%ig wasserdicht, warm genug aber nicht zu schwitzig und tatsächlich saumäßig bequem. Letztes allerdings natürlich auf Kosten der Sicherheit, denn der Knöchelschutz war eher mäßig, was mir dann auch beinahe zum Verhängnis wurde.

Daytona Travel Star GTX
Denn es kam der Tag an dem ich beim Überholen auf der Landstraße von einem Auto in den Straßengraben gedrängt, bzw. eher geschubst, wurde und darauf eine riesige (von einem Freund geliehene) Yamaha XJR1300 ihre Fußraste in meinen Stiefel bohrte. Fragt mich nicht, wie das geht, aber ich habe im Knöchelbereich meines Stiefels ein Fußrasten-großes Loch bis durch das Innenfutter, aber keinerlei Blessuren am Fuß selber. Gewaltig Schwein gehabt, würde ich sagen. Nachdem der Stiefel nicht mehr soo wasserdicht war und ich deshalb Neue brauchte, dachte ich mir, nach dem Erlebnis sollten es vielleicht doch etwas sicherere sein und bin bei der Standard-Wahl Daytona Travel Star GTX gelandet. Was soll ich sagen.. sie sind nicht so bequem wie die Thermoboy, aber alles andere können sie perfekt. Etwas höher könnten sie nach meinem Geschmack noch sein.. als nächstes (in so 10 Jahren?) teste ich dann wohl mal die Trans Open GTX.

