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October 26, 2009 · Posted in Thoughts 

Jemand namens “Spongebob” hat gerade den Beitrag zu meinem Lieblingsaufregerthema “Ikea in Altona” kommentiert und dieser Kommentar zeigt wirklich wunderbar wo mein Problem mit vielen Ikea-Gegnern ist. Keine Fakten, keine Argumente, keine Reflektion, einfach nur sauber durchgeformter Anarcho-Stumpfsinn.

Komisch, dass Menschen die sich als Links verstehen meinen sie müssten jetzt auch schon für Heuschrecken wie Ikea Werbung machen.

Ahh, wenn ich nicht pauschal gegen Ikea in Altona bin (Wie man meinen Beiträgen entnehmen kann bin ich ja keineswegs dafür Ikea einfach machen zu lassen. Entsprechende Auflagen wären meiner Meinung nach durchaus durchsetzbar, wenn man nicht nur hirnlos rumschreien würde.) mache ich also Werbung für die selben. Interessant. Und das Wort “Heuschrecken” macht ja wohl deutlich mit welch ideologischen Blödsinn wir es hier zu tun haben. Wie kommt ein nordkoreanischer Freiheitskämpfer eigentlich zu einem Namen einer klassenfeindlichen Zeichentrickfigur? Wieder mal nicht nachgedacht? Sponge Bob kommt von den Heuschrecken der Warner Bros.!

Da wird nicht mehr über die 140 Menschen gesprochen die aus dem Frappant vertrieben werden.

Genau das ist der Punkt, warum ich diesen supertollen Kommentar ans Tageslicht ziehe, denn das ist eigentlich der tragischste Punkt der ganzen Geschichte. Zu den Fakten:
Eine Immobilienfirma namens Immo Trading besitzt ein Grundstück mit einem Betonklotz drauf und wird das Grundstück zunächst nicht angemessen los. Also liegt dieses als Leerbestand erstmal so rum, was für Immobilienfirmen nicht ungewöhnlich ist.. der Preis wird schon wieder steigen. Während diese Immobilie also leer steht erlaubt die Immobilienfirma Künstlern die Nutzung der Immobilie zum Selbstkostenpreis. Nette Geste würde man erstmal sagen, aber eine die sich heute ganz böse rächt. Wenn es tatsächlich dazu kommt, daß Ikea kompromisslos gestoppt wird, Ikea also fristgerecht den Kauf des Grundstücks storniert, wird das der letzte Leerbestand in Hamburg gewesen sein, der von Künstlern frei genutzt werden kann, denn keine Immobilienfirma der Welt kann es sich leisten mal eben 10 Millionen Euro in den Sand zu setzen, den wer würde an dem Standort denn nochmal ein größeres Projekt starten wollen und so vorraussichtlich Geld unnötig versenken? Selbst ins Knie geschossen.
Übrigens auch witzig, daß laut Steg Hamburg ein Großteil der Künstler nur im Frappant gelandet sind, weil das Forum derzeit umgebaut wird und diese dann später wieder zurück ins Forum können, sodaß diese überhaupt nicht rausgeschmissen werden sondern nur plangemäß zurückziehen. Nochmal komischer ist, daß mit dem Ikea-Bau auch das Forum erweitert werden soll, was abermals den Künstlern zugute kommen sollte.

DIe Pro Ikea Leute hatten doch vor Jahren gesagt, wenn die Busse hier wieder durchfahren dürfen geht es uns besser. Jetzt fahren die Busse durch und was ist – jetzt heist der Weihnachtsmann Ikea !

Eine vernünftige Verkehrsanbindung, heißt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ist erst einmal Grundvorraussetzung; ich verstehe Dein Problem nicht. Vor allem frage ich mich, wer den “uns” ist und “was” denn nun “ist”.

Was glaubt ihr denn was Ikea ist ? Eine Wohltätigkeitsveranstaltung ??

Was glaubst Du denn? Weihnachtsmann oder Heuschrecke?

Und wo glaubt Ihr dass einer der Hauptagitatoren von Pro Ikea wohnt (Herr Sydow) – in Wandsbek am Hamburger Stadtrand – Genau Herr Sydow Ikea nach Altona, damit es in Wandsbek so Idyllisch bleibt.

Wieder einmal blindes Propaganda-Nachgebrabbel, oder? Nicht jeder, der nicht Deiner Meinung ist, ist der Klassenfeind. Begreif das mal.. ich habe mit Pro Ikea NICHTS zu tun. Ich habe meine eigene Meinung und nehme mir heraus diese hier zu äußern! Wo irgendein Herr Sydow wohnt (Ich würde ja Wandsbeck nicht direkt Stadtrand nennen, aber wie auch immer.. ) oder was der für eine Meinung zu Ikea in Altona hat ist sowas von scheißegal, denn das hat verdammt noch mal nichts mit der Sache zu tun.

Comments

2 Responses to “Feedback”

  1. Martin on October 27th, 2009 02:00

    Ich komme nicht aus dem Stadtteil, aber ich finde diejenigen, die gegen eine Ansiedlung von IKEA in ihrem Stadtteil sind haben,auch gerade im Gegensatz zur “pro” Vereinigung der “EinkaufsCityAltona” sehr gute und triftigere Argumente und sie bieten weitaus mehr Informationen. Das hat mich auf jeden Fall überzeugt.
    pro: http://www.pro-ikea-altona.de/
    contra: http://www.keinikeainaltona.de

  2. kouta on October 27th, 2009 12:09

    Was mich an dieser ganzen Diskussion wirklich stört, ist diese Schwarz/Weiß-Malerei. Ikea ist weder wohltätiger Heiland noch Heuschrecke, sondern einfach nur ein ganz normales Wirdschaftsunternehmen, daß in Altona Profit machen will. Und das ist legitim. Die Umstände kann man sich von einem Unternehmen diktieren lassen, oder selber diktieren, je nachdem man es anfängt. Oder man ruft den Klassenkampf aus und läßt keine Kompromisse zu sondern schreit alles undifferenziert in Grund und Boden.

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